ESC KEMPTEN ZU GAST BEI EV FÜRSTENFELDBRUCK

fürstenfeldbruck auswärts

Bei Wind und Wetter - Gespielt wird im Freiluftstadion

Frostige Weihnachten! Nichts wünschen sie sich beim EV Fürstenfeldbruck sehnlicher als das.
Denn der Eishockey-Landesligist trainiert und spielt nach wie vor in einem Freiluftstadion. Mehr als an jedem anderen Spielort in dieser Klasse kommt es dort auf die äußeren Bedingungen an. Schon einmal hat das Wetter dem EVF in dieser Saison einen Strich durch die Rechnung gemacht. Leidtragender war Ende Oktober auch der ESC Kempten. Denn die Partie der Sharks bei den Oberbayern musste kurzfristig abgesagt werden - weil es für die Eisbereitung in Fürstenfeldbruck bei fast 20 Grad zu warm war. Am Samstag um 17:45 Uhr wird die Partie nun nachgeholt. Begleitet werden die Allgäuer von zahlreichen Fans. Die Plätze im Bus sind schon seit Tagen fast alle vergeben.

Vor wenigen Tagen sind die beiden Kontrahenten im Rennen um Platz fünf und damit um die Qualifikation zur Verzahnungsrunde mit der Bayernliga schon einmal aufeinandergetroffen. Mit dem besseren Ende für den ESC Kempten. Die Gastgeber taten sich beim klaren 7:2 Erfolg aber fast 45 Minuten lang enorm schwer. Für Kämpfens Coach Andreas Becherer kam das nicht überraschend. Er sagt: "Es war und ist uns klar, dass Fürstenfeldbruck ein sehr unangenehmer Gegner ist. Die Mannschaft steigt aufgrund es offenen Stadions erst spät in die Vorbereitung ein, kommt aber traditionell im Laufe der Saison immer mehr ins Rollen."

Dass sich die beiden Teams bereits sechs Tage nach dem ersten Duell ein zweites Mal gegenüberstehen, sieht der Trainer der Sharks weder als Vor-, noch als Nachteil. "Mittlerweile haben wir gegen alle Teams der Liga gespielt. Jeder kennt die Einzelspieler, jeder kennt taktische Grundsätze der gegnerischen Mannschaften", erklärt Becherer. Da es im Hinspiel am Sonntagabend auf dem Eis mitunter recht emotional zuging, erwartet er erneut eine hart umkämpfte Partie.

Zuletzt hatte Becherer eine neue Sturmformation um Corey Pawley, Patrick Weigand und Tobias Epp kreiert. Die drei Topstürmer harmonierten prima und waren an allen sieben Toren beteiligt. "Die drei Jungs haben so eine Klasse, dass es schwierig sein wird, sie über 60 Minuten auszuschalten", sagt der ESC Trainer. Sprich: Auch wenn Fürstenfeldbrucks Coach Erwin Halmas damit rechnet, dass Becherer erneut seine Paradereihe aufs Eis schicken wird, müsse er erst das passende Rezept finden. Becherer: "Man kann auf Spielsituationen, Taktiken und Reihen reagieren. Und entweder man kriegt sie in den Griff oder eben nicht!"